Aktuelle Marktberichte

  • Marktbericht KW 03 / 2019


    An der Terminbörse in Paris geht es impulslos zu, leichte Kursan- und -abstiege wechseln sich fast täglich ab, eine klare Richtung fehlt. Mit 368,75 EUR/t schlossen die Kurse zuletzt nur marginal um 0,25 EUR/t über Vorwochenlinie. Damit liefern die Terminkurse keine Impulse für den hiesigen Kassamarkt, an dem vor allem die Erzeuger unzufrieden mit dem Preisniveau sind und auf Befestigung warten. Doch auch von den Ölmühlen kommen weiterhin keine Impulse, da sie sich mit dem Rohstoffeinkauf eher zurückhalten, zumal sie nur wenig Rapsschrot an die Mischfutterindustrie absetzen können. Nur vereinzelt treten sie daher auf den vorderen Terminen als Käufer in Erscheinung. Die Ernte 2019 ist bei den meisten ebenfalls noch kein Thema. Grund für die Zurückhaltung soll auch die immer noch gute Abdeckung vieler Verarbeiter auf den vorderen Positionen sein. Immerhin hat sich die Situation auf den Flüssen wieder entspannt, denn die Pegel sind gestiegen und der Schiffsverkehr hat sich normalisiert. Doch auch wenn nun wieder geringere Frachtkosten erhoben werden, kann das die Kaufbereitschaft der Ölmühlen offenbar nicht wecken. Hatte man das verhaltene Geschäft der vergangenen Monate vor allem auf die Kleinwasserproblematik zurückgeführt, müssen Anbieter nun erkennen, dass die Nachfrage grundsätzlich gering ist. Ohne Unterstützung vom Terminmarkt und bei fortgesetzter Zurückhaltung der Ölmühlen werden die Erzeuger auch weiterhin den Fuß auf der Bremse halten. Sie hoffen wenigstens im Übergang auf die Ernte 2019 höhere Forderungen durchzusetzen, wenn sich bei dem einen oder anderen Verarbeiter kurzfristige Versorgungslücken auftun könnten. Überraschend ist die Haltung der Landwirte nicht, da die Erzeugerpreise kurz nach der Ernte 2018 im Schnitt noch rund 10 EUR/t höher lagen als aktuell. Wer zum damaligen Preisniveau eingelagert hat, hält die Ware nun zurück, um keinen Verlust zu machen.

    Die Sojaschrotpreise konnten das Vorwochenniveau nicht halten. Für Ware mit einem ProFett-Gehalt von 49 % wurden zuletzt im Schnitt 332 EUR/t gefordert. 44er Ware wurde bei 308 EUR/t festgestellt. Ware beider Qualitäten hat sich damit um 11 EUR/t gegenüber Vorwoche vergünstigt. Vor allem die Vorgaben aus Chicago bestimmen die Preisentwicklung. Dort haben die Schrotkurse im Wochenverlauf 2,6 % an Wert verloren und dieser Rückgang überträgt sich auch auf den hiesigen Markt. Die Rapsschrotpreise befinden sich weiterhin in der Rückwärtsbewegung. Zuletzt wurden die Forderungen im Bundesdurchschnitt auf 236 EUR/t gekürzt und verfehlen die Vorwochenlinie damit um 4 EUR/t und den Vormonat sogar um 23 EUR/t. Die meisten Mischfutterbetriebe sind auf den vorderen Positionen ausreichend mit Ware versorgt und müssen keine ergänzenden Mengen zukaufen, zumal sich die Mischfutternachfrage vor Weihnachten deutlich beruhigte und bislang noch nicht wieder angezogen hat.

    In der vergangenen Handelswoche hatten die Rapsölpreise aufgrund des knappen Angebotes auf den vorderen Lieferterminen noch kräftig zugelegt und 750 EUR/t fob Hamburg erreicht. Die Lücken, die das Niedrigwasser im Dezember gerissen hatte, sind noch nicht wieder gefüllt. Aktuell wird das Rapsölangebot aber vor allem durch die geringere Verarbeitung der Ölmühlen limitiert, weil sich Rapsschrot nur schwer verkaufen lässt, aber auch weil die Rohstoffanlieferung an die Ölmühlen überschaubar bleibt. Hier macht sich die kleine Rapsernte 2018 in Kombination mit Zurückhaltung auf Erzeugerseite bemerkbar. Auch wenn die Rapsölpreise zuletzt nur noch bei 738 EUR/t fob Hamburg und damit 12 EUR/t unter Vorwochenlinie festgestellt wurden ist dies aber immer noch ein Plus von 26 EUR/t gegenüber dem Niveau von vor zwei Wochen. Die Sojaölpreise haben sich um weitere 10 auf aktuell 640 EUR/t fob Hamburg befestigt, was zugleich einem 6-Wochenhoch entspricht. Vom internationalen Terminmarkt kam zuletzt jedoch keine Unterstützung mehr. Obwohl größere Sojaölgesuche aus Ägypten und dem Iran sowie die Aussicht auf Ertragseinbußen in Brasilien eigentlich Kursauftrieb bringen müssten, bewegen sich die US-Notierungen für Sojaöl sogar leicht unter Vorwochenlinie.

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    Dateigröße: 89 KDatum: 18.01.2019

  • Marktbericht KW 02 / 2019


    Am deutschen Rapsmarkt geht es in der zweiten Januarwoche noch ruhig zu, erst allmählich kehren die Marktteilnehmer aus dem Weihnachtsurlaub zurück. Bei geringen Umsätzen zeigt sich der Markt zumindest preisstabil, was auf gestiegenen Rapsterminkursen in Paris fußt. Viele Destinationen sind bereits ausverkauft oder soweit geschrumpft, dass abzuwarten bleibt, wo sich der Rapsmarkt ab Mai 2019 bedienen wird. Aus Australien wird nicht viel kommen, das Baltikum ist nahezu leergefegt, Erzeuger in Frankreich und Polen haben zwei Drittel bis drei Viertel ihrer Rapsernte 2018 vermarktet. In Deutschland wurden aufgrund der kleinen Ernte in der ersten Wirtschaftsjahreshälfte schätzungsweise 2,4 Mio. t Raps verkauft. Damit halten Erzeuger aber mehr zurück als im Vorjahr. 2017 waren 71 % der Ernte bis Jahresende verkauft worden, 2018 nur 65 %. Vielleicht schwenken die Ölmühlen wieder stärker auf Sojaverarbeitung um, wenn sich der vergleichsweise teure Raps nicht mehr rechnet. Schon jetzt beklagen die Ölmühlen unbefriedigende Margen und halten ihre Prämien stabil. Da kommt den Erzeugern zu Gute, dass an der Terminbörse die Rapskurse seit Weihnachten stetig gestiegen sind. Allerdings nur in kleinen Schritten, so dass die aktuellen 368,50 EUR/t gerade einmal das immense Minus vor Weihnachten ausgleichen können. Und mit gebotenen 357 EUR/t frei Erfasserlager für alterntige Ware lässt sich kein Angebot hervorlocken. So verwundert der zögerliche Start in das neue Jahr nicht, denn den meisten Erzeugern liegt das Niveau immer noch viel zu niedrig, als dass sie bereit wären, die knappe Ware zu veräußern. Die meisten setzen auf Preissteigerungen im Übergang auf die Ernte 2019. Die ist bei vielen Erzeugern noch kaum ein Thema. Ungewöhnlich wenige ex Ernte-Kontrakte wurden bislang abgeschlossen. Die beiderseitige Zurückhaltung am Markt lähmt die Umsätze.

    Am Sojaschrotmarkt geht es in der ersten vollen Handelswoche nach dem Jahreswechsel bereits recht lebhaft zu. Schon seit Dezember ist die Nachfrage rege. Das hatte unter anderem mit den Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen zu tun. Um ihre Vorräte aufzustocken, Engpässe zu vermeiden und gut versorgt in das neue Jahr zu starten, hatten einige Ölmühlen vor den Feiertagen etwas mehr gekauft, doch auch im neuen Jahr reißt die Nachfrage bislang nicht ab. Anbieter berichten von regelmäßigen Geschäftsabschlüssen und zufriedenstellenden Erlösen. Und auch aus Chicago kommt Unterstützung. Am Rapsschrotmarkt wird kaum Ware zur sofortigen Lieferung gehandelt, denn die meisten Mischfutterbetriebe sind versorgt. Sie haben sich bereits im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage gut eingedeckt. Nun zehren sie noch von den so aufgebauten Vorräten und müssen in der Regel prompt nichts mehr ordern. Dem Vernehmen nach sind aktuell deutlich mehr Käufer als Verkäufer am Markt, das Angebot ist ausgesprochen knapp. Daher werden häufig Aufgelder gefordert und auch bezahlt. Während die Umsätze mit vorderer Ware überschaubar sind, brummt das Termingeschäft.

    Der Rapsölmarkt ist geprägt von knappem Angebot an vorderem Raps- und Palmöl bei gleichzeitig reichlicher Versorgung mit Soja- und Sonnenblumenöl. Das spiegelt sich auch in den Preisen wider. Vorderes Rapsöl ist ausverkauft und für Februar-Lieferungen werden Aufgelder verlangt. Fob Niederlande wird von 706 EUR/t gesprochen. Damit bleibt Rapsöl das teuerste Öl in unserer Liste. Die Lücken, die das Niedrigwasser gerissen hat, sind noch immer nicht geschlossen. Zwar wurde im Dezember reichlich nachgeliefert, aber jetzt ist es die Versorgungslücke, die die Ölmühlen hervorrufen, die das Rapsölangebot begrenzen. Die unzureichende Belieferung mit Rohstoff und der stockende Abzug vor allem vom Rapsschrot hatten im November/Dezember die Verarbeitung gedrosselt. Daher stehen nun weniger Nachprodukte zur Verfügung. Rapsöl wird damit auch fester bewertet als in der Vorwoche. Das Plus beträgt 8 EUR/t. Das Niedrigwasser hat auch dazu geführt, dass an den Seewasserhäfen die Tanklager gut gefüllt sind und vordere Positionen günstig offeriert werden. Sojaöl ist ebenfalls ausreichend verfügbar und kostet aktuell 620 EUR/t fob Niederlande. Damit hat es sich um 10 EUR/t gegenüber Vorwoche befestigt.

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    Dateigröße: 89 KDatum: 10.01.2019

  • Marktbericht KW 01 / 2019


    Am heimischen Kassamarkt bleibt es nach wie vor sehr ruhig. Der Kreis der Marktteilnehmer ist noch klein, viele Erzeuger haben noch Urlaub und Handelshäuser haben sich mit eingeschränkter Besetzung darauf eingestellt. Die genannten Preise, welche für die Abgeber wenig Anlass zum Verkauf bieten, sind meist nominell und zeigen zu den vorweihnachtlichen Niveaus wenig Unterschied. Zum Teil wurden die Kassapreise trotz der festeren Entwicklung an der Börse in Paris leicht zurückgenommen, denn die Nachfrage ist sehr gering. An den fundamentalen Daten hat sich jedoch nichts geändert. Es fehlen durchschlagende Impulse von den Terminmärkten! Die Kassapreise bewegen sich seit Oktober in sehr engem Rahmen. Das Statistische Bundesamt bestätigte kurz vor Weihnachten die bereits von der UFOP in Aussicht gestellte, sehr kleine Winterrapsfläche zur Ernte 2019. Wiesbaden nennt jetzt 917.100 ha und damit ein Viertel weniger als im Vorjahr.

    Während die Anbieter für Rapsschrot ab Werk etwas höher bewertet als noch vor Weihnachten, haben die Käufer ihre Kaufideen zurückgenommen. So stehen sich aktuell am Niederrhein Briefkurse von 228 EUR/t Geldkursen von 224 EUR/t gegenüber. Da kommt wenig Geschäft zustande. Mischfutterhersteller zeigen auf den vorderen Positionen geringes Kaufinteresse, was die zugrückgenommenen Gebote widerspiegeln, bleiben aber auf Lieferterminen ab Februar interessiert. Rapsschrot aus Raps der neuen Ernte wird derzeit 20 EUR/t günstiger bewertet. Rapsexpeller sind zur Lieferung im Januar 2019 ausverkauft, für Ware ab Februar werden 244 EUR/t verlangt und damit 1 EUR/t mehr als noch vor Weihnachten.

    Die Rapsölpreise konnten das Niveau von 700 EUR/t nicht halten und beginnen das neue Jahr mit 698 EUR/t fob Niederlande. Das Kaufinteresse ist sehr verhalten und von den Terminmärkten kommen ebenfalls wenig Impulse. Am Sojaölmarkt warten die Teilnehmer noch immer auf die Entscheidungen hinsichtlich der möglichen Steuererleichterung für Sojaöl in den USA.

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    Dateigröße: 43 KDatum: 04.01.2019

  • Marktbericht KW 51 / 2018


    Die Terminkurse in Paris haben kaum auf die Meldungen über reduzierte Winterrapsflächen in Deutschland und Frankreich reagiert. Und auch die Ölmühlen heben ihre Prämien nicht an. Vorne sind die meisten längst gut gedeckt und verabschieden sich nun bereits in die Weihnachtsferien. Derweil ist die Ernte 2019 bei den meisten noch kein Thema, sodass auch hier die Gebote nicht steigen. Rapserzeuger finden deshalb nach wie vor keine Verkaufsanreize. Restmengen der Ernte 2018 werden zurückgehalten, Gespräche über die Ernte 2019 finden so gut wie nicht statt, das Neugeschäft insgesamt verläuft sehr ruhig. Rapserzeuger hoffen nun, dass sich die Aussicht auf knappere Rapsernten 2019 bald in steigenden Notierungen zeigt oder die Nachfrage der Ölmühlen im neuen Jahr ankurbeln wird und so die Preise steigen lässt. Bis dahin werden die Erzeuger dem Markt auch weiterhin fernbleiben. Wie bereits erwartet, wird der deutsche Rapsmarkt das Jahr 2018 ruhig ausklingen lassen. Marktteilnehmer rechnen damit, dass sich die Rapspreise bis Jahresende 2018 kaum noch verändern werden. Sie dürften weiterhin um 360 EUR/t liegen. Am Kassamarkt stehen aber erst ab 385 EUR/t franko wieder erste Mengen zum Verkauf bereit, heißt es. Ab 390 EUR/t sind dann auch größere Mengen zu bekommen. Doch so lange die Terminkurse nicht deutlich zulegen oder die Ölmühlen ihre Prämien kräftig anheben oder am besten beides, sind solche Preise nicht zu erzielen und die Verkaufsbereitschaft gleich Null.

    Am Rapsschrotmarkt geht es in der Woche vor Weihnachten sehr ruhig zu. Käufer sind kaum noch aktiv, denn die meisten Mischfutterbetriebe haben den Bedarf bis in den Januar hinein längst gedeckt. Die Preise tendieren dennoch fester. Zuletzt stiegen sie auf 259 EUR/t im Bundesdurchschnitt, das sind 11 EUR/t mehr als noch vor einer Woche. Grund ist das sehr knappe Angebot auf den vorderen Positionen. Am Sojaschrotmarkt sind die Umsätze weiterhin verhalten, die Forderungen liegen so gut wie unverändert auf dem Niveau der Vorwoche. Anbieter gehen davon aus, dass sich die Preise für 44er Sojaschrot auch in den kommenden Wochen stabil um 300 EUR/t bewegen werden. Das Kaufinteresse ist ruhig aber stetig. Die meisten Käufer warten ab, denn der Handelskonflikt zwischen den USA und China bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Zwar sind zuletzt einige Partien Sojabohnen aus den USA nach China geflossen, aber das bedeutet noch lange nicht, dass sich die Geschäfte jetzt wieder normalisieren.

    Die Rapsölpreise sind unter Druck geraten. Zuletzt wurden 724 EUR/t fob Hamburg gefordert. Das waren 20 EUR/t weniger als noch vor einer Woche und das niedrigste Preisniveau seit etwa drei Monaten. Die schleppende Rapsölnachfrage aus der Biodieselindustrie ist einer der Hauptgründe dafür. In diesem Jahr währte die Nachfragebelebung im vierten Quartal nur kurz. Rasant steigende Preise, die durch niedrige Pegel auf den Flüssen noch zusätzlich nach oben getrieben wurden, ließen das Kaufinteresse schnell wieder abflauen. Und auch vom Terminmarkt kommt keine Unterstützung, wo die Rapskurse zuletzt auf 368 EUR/t sanken. Das waren 1,50 EUR/t weniger als vor sieben Tagen und ein 3-Wochentief. Entgegen den Erwartungen von Marktteilnehmern stützen die Meldungen über reduzierte Winterrapsflächen in Deutschland und Frankreich und die dementsprechend bereits geringeren Erntewartungen 2019 die Kurse nicht oder zumindest nicht nachhaltig. Sojaöl zeigte sich mit 630 EUR/t fob Hamburg zuletzt preisstabil, wobei es an richtungsweisenden Impulsen mangelt. Die kommen auch nicht vom internationalen Parkett.

    © AMI GmbH 2018

    Dateigröße: 88 KDatum: 20.12.2018

  • Marktbericht KW 50 / 2018


    Am deutschen Rapskassamarkt passiert derzeit nicht mehr viel. Für Preisbewegung sorgen allenfalls die Vorgaben von der Börse in Paris, wo die Rapsterminkurse den US-Sojanotierungen mal nach oben, mal nach unten folgen. Hiesige Ölmühlen halten ihre Prämien weiterhin unverändert, da sie zumeist gut gedeckt sind und auf den vorderen Positionen kaum noch ergänzende Mengen zukaufen müssen. Das Geschäft konzentriert sich auf Termine im neuen Jahr. Doch auch für das erste Quartal 2019 ist die Abdeckung bereits gut und die meisten werden wohl erst nach den bevorstehenden Weihnachtsfeiertagen wieder als Käufer aktiv werden. Die geringe Nachfrage trifft allerdings ohnehin auf ein äußerst zurückhaltendes Angebot aus der Landwirtschaft. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass viele Erzeuger Restmengen aus der Rapsernte 2018 unter Verschluss halten werden, solange, bis die Preise spürbar anziehen. Das wird aber womöglich erst im Übergang auf die Ernte 2019 stattfinden, wenn kurzfristige Versorgungslücken manche Ölmühle händeringend Ware suchen lassen könnten. Aber dazu muss es auch erst einmal kommen.

    Während die Geschäfte zum Jahresende ruhig verlaufen haben die Regenfälle der vergangenen Tage noch den größten News-Wert. Nicht nur, dass sie die Flusspegel endlich steigen lassen, sodass der Rhein bereits wieder gut zu befahren ist, sie tun auch den ausgesäten Winterkulturen, einschließlich Winterraps, gut. Die Rapserzeugerpreise wurden mit 359 EUR/t für prompte Ware zuletzt unverändert auf dem Niveau der Vorwoche festgestellt. Dagegen kommt offenbar etwas Bewegung in die Kontraktgeschäfte. Lieferungen ex Ernte 2019 wurden zuletzt mit 351 EUR/t und damit 2 EUR/t über Vorwoche bewertet.

    Die Rapsschrotpreise tendieren etwas fester. Für Ware zur Lieferung im Dezember wurden mit 248 EUR/t im Bundesdurschnitt zuletzt rund 4 EUR/t mehr genannt als eine Woche zuvor. Marktteilnehmer beschreiben den Markt auf den vorderen Positionen allerdings als sehr ruhig, mit wenig Umsätzen, vor allem aufgrund logistischer Probleme. Knapper Frachtraum bremst das Neugeschäft und fordert von den Mischfutterbetrieben, tiefer in die Tasche zu greifen, wenn sie kurzfristig noch Ware benötigen. Bei den meisten ist das aber nicht der Fall; sie sind bis Jahresende gut gedeckt.

    Die Sojaschrotkurse in Chicago haben eine viertägige Schwächephase hinter sich. Zuletzt drehten sie zwar ins Plus, verfehlen das Vorwochenniveau aber nach wie vor. Die Kassapreise für Sojaschrot hierzulande hat das ebenfalls nach unten gezogen. Mit 332 EUR/t werden für Ware mit 49 % ProFett-Gehalt 4 EUR/t weniger verlangt als vor einer Woche. 44er Ware vergünstigte sich in der gleichen Zeit um 5 auf 307 EUR/t.

    Rapsöl fob Hamburg kam zuletzt auf einen Preis von 744 EUR/t, was gerade einmal 1 EUR/t weniger als in der Vorwoche waren. Unterstützung liefert eine rege Biodieselnachfrage für das erste Halbjahr 2019, die auch den Rapsölbedarf der Produzenten ankurbeln dürfte. Vom Terminmarkt kommen indes gemischte Impulse, mal tendieren die Kurse fester, mal schwächer, aber auf lange Sicht liegen sie nun schon seit Wochen relativ stabil um 370 EUR/t.

    Sojaöl ist indes zuletzt unter Druck geraten. Die Forderungen wurden gegenüber der Vorwoche um 10 auf 630 EUR/t fob Hamburg gekürzt. Dafür ist vor allem die Palmölschwäche verantwortlich. Unentschlossene US-Sojaölnotierungen waren indes nicht richtungsweisend.

    © AMI GmbH 2018

    Dateigröße: 88 KDatum: 20.12.2018

  • Marktbericht KW 49 / 2018


    Am Rapsmarkt geht es in der ersten Dezemberwoche unverändert ruhig zu. Rapserzeuger sind auf dem aktuellen Preisniveau nicht bereit Ware abzugeben, wegen der kleinen Ernte 2018 und Flächenverkleinerungen für 2019, die die Versorgung noch weiter schrumpfen lassen könnten. Die meisten setzten jetzt bereits auf Preissteigerungen im Übergang auf die Ernte 2019 und werden die Ware vorerst unter Verschluss halten. Allerdings kamen von den Ölmühlen unüblicherweise bislang noch keine Anfragen ex Ernte 2019. Verarbeiter sind bis Jahresende und teilweise auch schon für das erste Quartal 2019 gut gedeckt und müssen zunächst nichts mehr zukaufen, sodass die ihre Prämien unverändert halten. Damit bringen lediglich die auf Wochensicht festeren Rapsterminkurse, die ihrerseits von gestiegenen Sojanotierungen in den USA profitieren, dem Kassamarkt etwas Unterstützung. Doch hinter den genannten Preisen steckt aufgrund der beiderseitigen Zurückhaltung praktisch kein Umsatz, sodass sie als nominell bezeichnet werden können. Bei unverändert ruhigem, umsatzlosen Markt, sind aber zumindest die wieder etwas gestiegenen Rheinpegel eine Nachricht wert. Transporte per Schiff sollen nun bereits wieder eher möglich sein.

    Am Rapsschrotmarkt hat sich die Nachfrage abgekühlt. Mischfutterhersteller sind auf den vorderen Positionen ausreichend versorgt. Ohne Not beobachten sie den Preisverlauf. Da die Tendenz wegen der etwas gestiegenen Wasserpegel auf den Flüssen nun wieder eher nach unten gerichtet ist, warten viele ab und dürften bei gut gefüllten Lagern erst wieder aktiv werden, wenn die Preise wieder anziehen und somit keine weiteren Vergünstigungen mehr zu erwarten sind. Die geringere Nachfrage trifft allerdings auf ein begrenztes Angebot. Marktteilnehmer sprechen von einem Rapsschrotmarkt, der aktuell ohne große Umsätze leicht schwächer gestimmt ist. Mit 244 EUR/t fob wurden im Bundesdurchschnitt zuletzt 3 EUR/t weniger verlangt als in der Vorwoche. Am Sojaschrotmarkt bleiben die Umsätze dem Vernehmen nach ruhig aber stetig, zu etwas festeren Preisen. Sojaschrot mit 44 % ProFett-Gehalt hat sich auf Wochensicht um 6 auf 312 EUR/t, 49er Ware um 6 auf 336 EUR/t verteuert.

    Die Rapsölpreise tendieren fester, mit 745 EUR/t fob Hamburg wurden zuletzt 5 EUR/t mehr als in der Vorwoche verlangt. Das geht auf die Zuversicht von Marktteilnehmern zurück, dass die EU-28 Anti-Dumping-Zölle, die sie im vergangenen Jahr abgeschafft hatte, 2019 wieder einführen könnte. Das würde den Zustrom von Biodiesel aus Indonesien bzw. Argentinien bremsen und könnte heimischem Rapsöl wieder bessere Absatzchancen an die Biodieselindustrie bescheren bzw. dessen Einsatz im Biodiesel steigen lassen, so zumindest die Hoffnung. Auch die zuletzt noch einmal belebte Nachfrage der Mineralölkonzerne für Rapsmethylester zur sofortigen Lieferung wirkte sich preistreibend auf Rapsöl aus. Sojaöl zeigt sich mit 640 EUR/t im Preis unverändert zur Vorwoche. Bullische Impulse vom Terminmarkt in Chicago, wo die Sojaölkurse von festeren Sojabohnenkursen mit nach oben gezogen werden, verfehlen ihre Wirkung am hiesigen Kassamarkt. Die US-Notierungen profitieren derzeit von einem „Waffenstillstand“ zwischen den USA und China und der Möglichkeit einer schrittweisen Entspannung im Handelskonflikt zwischen den beiden Nationen.

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    Dateigröße: 89 KDatum: 14.12.2018

  • Marktbericht KW 48 / 2018


    Schwache Sojanotierungen in den USA ziehen die Rapsterminkurse in Paris mit nach unten. Dieser Rückgang wiederum geht auch am hiesigen Kassamarkt nicht vorüber, denn die Ölmühlen heben ihre Prämien nicht an, weil sie auf den vorderen Positionen gut gedeckt sind. Zusätzlich bremst nach wie vor die Logistik das Geschäft. Kleinwasser verzögert die Lieferungen von Raps und Nachprodukten und hat kräftige Aufgelder zur Folge, die aber kaum einer zahlen will. Rapserzeuger halten sich unterdessen weiterhin zurück, aus deren Sicht müssten die Preise angesichts kleiner Rapsernte 2018 und geringer Aussaat für 2019 wesentlich höher liegen. Doch da spielen weder der Terminmarkt, noch die Ölmühlen mit. Letztere haben entweder auf Sojaverarbeitung umgestellt oder sind bis auf Weiteres gut gedeckt oder vermarkten weniger Rapsöl an die Biodieselindustrie und benötigen deshalb ihrerseits weniger Rohstoff. Erzeuger jedenfalls sehen keinen Grund zur Vermarktung von Raps aus der Ernte 2018 und werden die Ware teilweise bis kurz vor der Ernte 2019 zurückhalten um dann, so deren Hoffnung, höhere Forderungen durchzusetzen. Bis Jahresende sind keine großartigen Bewegungen von Ware aufgrund des Niedrigwassers, geschweige denn Neugeschäfte zu erwarten. Mit den näher rückenden Feiertagen beruhigt sich der ohnehin bereits träge Rapsmarkt noch zusätzlich. Auffällig ist, dass Ölmühlen bislang noch so gut wie gar keine Anfragen ex Ernte 2019 gestellt haben. Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise werden zu dieser Jahreszeit bereits erste Mengen zumindest besprochen. Grund für die Zurückhaltung könnten gleich mehrere große Unsicherheitsfaktoren sein: Die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China, der die Sojanotierungen mal in die Höhe katapultiert, mal zu Boden drückt, und Rapskurse, die diese Bewegungen zumindest teilweise nachvollziehen. Und auch die schwierige Vermarktung von Rapsöl an die Biodieselindustrie und der Flächenrückgang für Raps in Deutschland verunsichern. Die Rapserzeugerpreise wurden im Bundesdurchschnitt zuletzt bei 358 EUR/t und damit 1 EUR/t unter Vorwoche festgestellt. Die Vorkontraktpreise sind eher nominell, da noch kaum Anfragen eingehen, geschweige denn Abschlüsse getätigt werden und liegen wie in der Vorwoche bei 349 EUR/t im Bundesmittel.

    Der Rapsschrotmarkt hat sich belebt, die vorderen Termine seien regelrecht unter Feuer, heißt es aus dem Markt. Von eine stetigen bis regen Nachfrage aus der Mischfutterindustrie wird berichtet, während das Angebot zugleich begrenzt ist, wegen logistischer Probleme aufgrund niedriger Flusspegel, aber auch weil die meisten Ölmühlen fast leegekauft sind, sodass sich Ware häufig nur noch aus Zweithand mobilisieren lässt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine belebte Nachfrage kaum Angebot findet, was die Preise zuletzt aber noch nicht hat steigen lassen. am 27.11.2018 wurden Im Bundesmittel 247 EUR/t festgestellt, womit die Vorwochenlinie knapp um 1 EUR/t verfehlt wurde. Am Sojaschrotmarkt sind die Umsätze nach wie vor stetig. Das sorgt für relativ stabile Preise. Mit 330 EUR/t für Sojaschrot mit 49 % ProFett-Gehalt und 306 EUR/t für die 44er Ware wurden die Forderungen jeweils nur um 1 EUR/t gegenüber der Vorwoche zurückgenommen.

    Die Forderungen für Rapsöl wurden zurückgenommen. Zuletzt wurden mit 740 EUR/t fob Hamburg 7 EUR/t weniger verlangt als in der Vorwoche. Grund sind schwächere Rapsterminkurse in Paris sowie die zurückhaltende Nachfrage aus der Biodieselindustrie. Marktteilnehmer berichten, dass sich die Mineralölkonzerne im September und Oktober dieses Jahres mit Biodiesel eingedeckt haben, was die Preise in die Höhe getrieben hat. Zudem gibt es Preisaufschläge aufgrund logistischer Probleme wegen Niedrigwasser. Die bereits gute Abdeckung bis Jahresende und das hohe Preisniveau haben die Nachfrage ausgebremst und bis Jahresende dürfte wohl auch nicht mehr viel passieren, mit einer weiteren Kaufwelle ist jedenfalls nicht zu rechnen. Viele Biodieselhersteller werden deshalb wohl keine ergänzenden Mengen Rapsöl mehr zukaufen müssen. Während Rapsöl keine Unterstützung findet, weder am Kassa- noch am Terminmarkt, wurden die Forderungen für Sojaöl kräftig um 40 auf 640 EUR/t fob Hamburg angehoben.

    © AMI GmbH 2018

    Dateigröße: 89 KDatum: 03.12.2018

  • Marktbericht KW 47 / 2018


    Zum Wochenauftakt wurden am Rapsmarkt in Deutschland einige Geschäfte abgeschlossen, denn die Ölmühlen schafften mit höheren Prämien auf rückläufige Terminkurse Verkaufsanreize für Rapsanbieter. Allerdings war die Marktbelebung nur von kurzer Dauer. Es scheint, dass lediglich einzelne Mühlen noch kleinere Lücken auf den vorderen Positionen zu stopfen hatten, aber das ist nun erfolgt. Die Bereitschaft, weiter so tief in die Tasche zu greifen, sinkt mit der nun besseren Versorgungslage wieder. Bestenfalls werden die Verarbeiter ihre Prämien unverändert halten, aber sollten die Terminkurse in Paris, mit Druck durch den festeren Euro und schwächere US-Sojakurse weiter nachgeben, würde das den Preisrückgang am Kassamarkt nicht verhindern können. Kommen keine preistreibenden Impulse von Terminmarkt ist ein Abkühlen der Verkaufsbereitschaft bei hiesigen Rapsanbietern schon absehbar. Ende November scheint die Versorgung bei den Ölmühlen gut ausreichend zu sein und auch für das erste Quartals 2019 sind viele bereits gut gedeckt. Rapserzeuger halten sich zurück, sie wittern Absatzchancen im zweiten Quartal 2019, wo die Versorgung der Ölmühlen noch lückig ist. Doch auch für diesen Vermarktungszeitraum werden sie nichts überstürzen. Denn schon jetzt wird rege auf Preissteigerungen im Übergang auf die Ernte 2019 spekuliert. Die kleine deutsche Rapsernte 2018, Ertragseinbußen in Australien, das im Wirtschaftsjahr 2017/18 einige Mengen Raps nach Deutschland lieferte und so die knappe Versorgung hierzulande ergänzte, sowie nicht zuletzt die problematische Winterrapsaussaat in Deutschland und Frankreich, der entsprechend hohe Flächenkürzungen folgten, schüren die Hoffnung, im Übergang auf die neue Ernte höhere Forderungen gegenüber den Verarbeitern durchsetzen zu können. Bis Jahresende ist nicht mehr mit einer Belebung des Rapsmarktes zu rechnen. Aber auch im neuen Jahr, wenn die Geschäftsbücher wieder aufgeschlagen werden, könnte es zunächst noch verhalten weitergehen, weil die Versorgung der Mühlen vorerst ausreichend sein dürfte, während sich die Erzeuger aufgrund höherer Preisvorstellungen vom Markt fernhalten. Die Rapserzeugerpreise wurden zuletzt bei 359 EUR/t im Bundesdurchschnitt festgestellt, das waren 3 EUR/t weniger als in der Vorwoche.

    Am Sojaschrotmarkt in Deutschland ist die Lage ruhig und abwartend. Viele Käufer sind verunsichert im Hinblick auf die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China. Trotzdem wird von stetigen Anfragen und gelegentlichen Umsätzen berichtet, während sich zur gleichen Zeit des Vorjahres fast überhaupt keine Ware bewegen ließ. Die Preise für Sojaschrot mit einem ProFett-Gehalt von 49 % wurden zuletzt bei 331 EUR/t und damit 3 EUR/t unter Vorwoche festgestellt. Für 44er Ware werden zurzeit 307 EUR/t und damit 2 EUR/t weniger als in der Vorwoche verlangt. Für Rapsschrot hat sich die Marktlage im Prinzip nicht geändert, was sich in auf Wochensicht unveränderten Preisen von im Schnitt 248 EUR/t äußert. Käufer sind wegen der niedrigen Flusspegel und hoher Frachtkosten weiterhin kaum aktiv, währen das Angebot der Ölmühlen zugleich nicht drängend ist.

    Angeführt von deutlich schwächeren Palm- und Sojaölpreisen wurden zuletzt auch die Forderungen für Raps- und Sonnenblumenöl gekürzt. Wegen der Aussicht auf eine überreichliche Sojaversorgung im Wirtschaftsjahr 2018/19 stehen die US-Sojabohnenkurse unter erheblichem Druck und auch die Nachprodukte tendieren schwächer. Sojaöl an der Börse in Chicago rutschte zuletzt auf ein 2-Monatstief. Die Schwächetendenz hat sich nun auch auf den hiesigen Kassamarkt übertragen, zumal stützende Nachfrage aus der Biodieselindustrie für Soja- und Palmöl derzeit fehlt und diese auch erst im Frühjahr 2019 wieder langsam in Gang kommen dürfte. Die Forderungen für Sojaöl wurden daher zuletzt um satte 63 auf 600 EUR/t fob Hamburg gekürzt, das schwächste Niveau seit April 2009. In diesem bärischen Umfeld haben auch die Rapsölpreise nachgegeben, auch wenn der Rückgang vergleichsweise gering war. Sie wurden zuletzt bei 747 EUR/t fob Hamburg und damit 13 EUR/t unter Vorwochenlinie festgestellt. Fehlende Impulse aus der Biodieselmarkt – die Nachfrage ist abwartend – erzeugen Preisdruck.

    © AMI GmbH 2018

    Dateigröße: 89 KDatum: 22.11.2018

  • Marktbericht KW 46 / 2018


    Am Rapsmarkt geht es weiterhin ruhig zu, da beide Seiten nur bedingt zu Zugeständnissen bereit sind. Die Ölmühlen zahlen Preise bis maximal 393 EUR/t, Abgeber wollen aber mindestens 395 EUR/t für ihre Ware haben. Auf den vorderen Positionen sind die meisten Verarbeitern aber ohnehin gut gedeckt, sodass allenfalls noch kleinere Lücken zu stopfen sind. Die meiste Ölmühlen konzentrieren sich nun auf Termine im neuen Jahr. Die niedrigen Flusspegel sind weiterhin ein Problem. Der Transport per Schiff ist oft nicht oder nur teilweise beladen möglich und es werden deutliche Frachtaufschläge erhoben. Vor allem entlang der Rheinschiene könnte sich die Situation noch bis ins Frühjahr hinziehen, da sich der Rhein aus dem Bodensee speist, dessen Hauptwasserzufuhr die Schneeschmelze ist. Die Rapserzeugerpreise profitieren von der Kleinwasserproblematik und den auf Wochensicht festeren Vorgaben aus Paris. Sie wurden zuletzt bei 362 EUR/t im Bundesdurchschnitt und damit 2 EUR/t über Vorwochenlinie festgestellt.

    Am Rapsschrotmarkt geht es äußerst ruhig zu. Dem Vernehmen nach, sind in der aktuellen Handelswoche so gut wie keine Käufer aktiv. Es wird allenfalls vereinzelt eine LKW-Ladung angefragt, die dann aber mit kräftigen Preisaufschlägen aufgrund logistischer Probleme versehen wird. Denn auch am Rapsschrotmarkt ist die prekäre Lage auf den Flüssen spürbar. Es heißt, dass die Ölmühlen aber durchaus noch einige Partien vorrätig haben. Wegen gut gedeckter Mischfutterhersteller und der fortwährenden Logistikprobleme könnte die Ware aber noch einige Wochen im Lager schlummern. Bis Jahresende wird sich an der ruhigen Marktlage kaum etwas ändern. Rapsschrot zu sofortigen Lieferung kostete zuletzt 248 EUR/t im Bundesdurchschnitt und damit 16 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Auch Sojaschrot wird derzeit kaum umgesetzt. Marktteilnehmer berichten von einem impulsarmen Handel und Käufern die vor allem eines tun – abwarten. Dabei ist es die Kombination aus gut gefüllten Mischfutterlagern und der Spekulation auf Preisnachlässe für Sojaschrot in den Monaten nach Abschluss der US-Sojaernte.

    Die Rapsölpreise tendieren leicht fester, mit 760 EUR/t fob Hamburg wurden zuletzt 2 EUR/t mehr gefordert als in der Vorwoche. Stabilisierend auf die Preise für Raps und Nachprodukte bis hin zum Biodiesel wirken sich nach wie vor niedrige Flusspegel aus, die den Transport erschweren und verteuern. Die Rapsölpreise profitieren neben logistischen Problemen von festeren Vorgaben aus Paris, wo die Terminkurse auf Wochensicht um 5 auf 380 EUR/t zulegten. Einen deutlichen Preissprung legten die Sojaölpreise hin. Zuletzt wurden 663 EUR/t fob Hamburg genannt und damit 15 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

    © AMI GmbH 2018

    Dateigröße: 86 KDatum: 15.11.2018

  • Marktbericht KW 45 / 2018


    Am Rapskassamarkt geht es weiterhin ruhig zu. Einerseits sind die Ölmühlen bis Jahresende weitgehend gedeckt, andererseits konzentrieren sich die Erzeuger bereits auf Termine im neuen Jahr, warten auf Preissteigerungen und halten die Ware zurück. Auch die logistischen Probleme bestehen fort. Kleinwasser erschwert den Transport von Raps und Nachprodukten. Schiffe können teilweise nur zu einem Viertel beladen werden, es kommt zu Lieferverzögerungen und es werden hohe Frachtaufschläge erhoben. Jüngst war allerdings von der einen oder anderen Kaufanfrage von Ölmühlen auf Lieferterminen bis Jahresende zu hören. Marktteilnehmer berichten, dass immer wieder mal Anfragen eingehen. Verarbeiter, die noch nachkaufen müssen, heben ihre Prämien an, um den wenig am Handel interessierten Anbietern Verkaufsanreize zu setzen. Die Zurückhaltung auf beiden Seiten des Rapsmarktes hält die Erzeugerpreise eine weitere Woche stabil auf 360 EUR/t im Bundesmittel.

    Die Lage am Sojaschrotmarkt ist unverändert ruhig. Mischfutterhersteller halten sich mit Käufen zurück, fast alle beobachten die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China, der für Verunsicherung und Zurückhaltung sorgt. Jüngst war zu hören, dass, wenn der Konflikt nicht beigelegt werden sollte, China seinen Bedarf durchaus über alternative Herkünfte decken könnte. Dann müssten sich die USA ihrerseits nach neuen Absatzmärkten umsehen und würden diese auch in Europa suchen. Angebotsdruck aus den USA am hiesigen Markt wäre also denkbar und das würde Preisschwäche bedeuten. Mit 332 EUR/t für 49er Sojaschrot und 307 EUR/t für 44er Ware lagen die Preise zuletzt 1 EUR/t unter Vorwochenlinie. Am Rapsschrotmarkt bleibt die Lage ebenfalls ruhig. Vordere Ware ist zwar knapp verfügbar, aber gleichzeitig ist das Interesse aus der Mischfutterindustrie sehr gering. Da die meisten bereits vor Wochen langfristig vorgesorgt haben, ordert jetzt kaum noch jemand nach, zumal Kleinwasser die Lieferungen verteuert. Mit 232 EUR/t hat sich Rapsschrot im Bundesdurchschnitt um 3 EUR/t gegenüber Vorwoche vergünstigt.

    Die Rapsölpreise haben sich stabilisiert, mit 758 EUR/t fob Hamburg wurden sie jüngst 1 EUR/t über Vorwochenlinie festgestellt. Der Markt wartet auf Impulse, doch die Rapsterminkurse in Paris beendeten den Handel mit 374 EUR/t zuletzt unverändert zur Vorwoche und vom Biodieselmarkt gibt es auch nichts Neues. Dort hatten sich die Umsätze mit kräftig steigenden Preisen bereits vor zwei Woche abgekühlt und noch immer warten die Käufer ab, vor allem das Termingeschäft ruht. Die niedrigen Pegelstände sind nach wie vor ein Problem, da sie für Lieferverzögerungen sorgen und den Transport verteuern, was die Preise für Raps-Rohstoff und Nachprodukte zwar tendenziell stützt, die Nachfrage allerdings belastet. Am deutschen Rapsölmarkt geht es in der Berichtswoche daher ruhig zu. Deutlichere Preisbewegung gibt es beim Sojaöl, das zuletzt mit 648 EUR/t fob Hamburg rund 8 EUR/t über Vorwoche bewertet wurde. Darin dürften sich vor allem die zu Monatsbeginn sprunghaft gestiegenen Sojakurse in den USA widerspiegeln. Entspannungssignale hatten diese nach oben getrieben und auch die Notierungen für die Nachprodukte Sojaöl und -schrot legten zu. Der Kursauftrieb ging dann auch am hiesigen Kassamarkt nicht vorüber.

    © AMI GmbH 2018

    Dateigröße: 86 KDatum: 08.11.2018

  • Marktbericht KW 44 / 2018


    Am Rapskassamarkt geht es derzeit ruhig zu. Erzeuger halten sich zurück und spekulieren, wie in jedem Jahr, auf Preissteigerungen im Übergang auf die neue Ernte. Dann könnte die Versorgung bei der einen oder anderen Ölmühle möglicherweise lückig werden, sodass kurzfristig sogenannter Anschlussbedarf entstehen könnte. Das würde Rapserzeuger dann in eine günstige Verhandlungsposition bringen. 2018 war das allerdings nicht der Fall gewesen, die erhofften Preisaufschläge blieben aus. 2019 könnte das anders werden, schließlich war die deutsche Rapsernte in diesem Jahr klein ausgefallen und auch in anderen Teilen der Welt werden die Ergebnisse wohl nicht überzeugen können. So zum Beispiel in Australien, das im Frühjahr 2018 noch für die eine oder andere größere Rapslieferung nach Deutschland gut war. Auf der anderen Seite gibt es Ölmühlen, die wegen unbefriedigender Marge von Rapsauf Sojabohnenverarbeitung umgestellt haben. Ob sich im zweiten Quartal 2019 Versorgunglücken auftun werden und Rapserzeuger in Deutschland davon profitieren können, ist noch nicht abzusehen. Bis Jahresende ist jedenfalls nicht mehr mit einer nennenswerten Belebung des Rapsmarktes zu rechnen. Von den Ölmühlen kamen zuletzt keine Impulse. Die meisten Verarbeiter sind gut versorgt und müssen vorerst nichts mehr kaufen. Rapserzeuger warten auf steigende, die Mühlen auf sinkende Preise, da kommt nicht viel Umsatz zustande. Das liegt aber auch an der anhaltenden Kleinwasserproblematik. Trotz Regen bleiben die Pegelstände zu niedrig, sodass Raps nicht oder nur mit kräftigen Frachtaufschlägen transportiert werden kann und auch LKW-Raum ist knapp und teuer. Die Biodieselnachfrage scheint sich durch die kräftigen Preisaufschläge der vergangenen Wochen beruhigt zu haben, dem Rohstoffmarkt bringt sie also vorerst keine Unterstützung mehr.

    Am Rapsschrotmarkt wird seit zwei Wochen kaum noch etwas umgesetzt. Auf der einen Seite stehen Mischfutterbetriebe, die in der Mehrzahl bereits langfristig mit Proteinkomponenten gedeckt sind und deshalb vorerst nichts mehr kaufen müssen. Auf der anderen Seite ist das Angebot der Ölmühlen auf den vorderen Terminen alles andere als reichlich. Mancherorts ist Rapsschrot nur knapp verfügbar oder kann wegen der niedrigen Pegelstände nicht oder nur mit erheblichen Aufschlägen transportiert werden. Die hohen Transportkosten fördern die Zurückhaltung der Mischfutterbetriebe noch zusätzlich. Auch am Sojaschrotmarkt geht es fortgesetzt ruhig zu. Vereinzelt werden zwar Geschäfte abgeschlossen, aber dabei handelt es sich ausschließlich um Kleinstmengen für den prompten Bedarf. Größere Käufe werden nicht getätigt, denn die meisten Mischfutterhersteller sind bereits gut gedeckt und warten auf Preisnachlässe.

    Rapsöl kann das hohe Preisniveau nicht halten. Mit 757 EUR/t fob Hamburg werden gegenüber der Vorwoche 8 EUR/t weniger gefordert. Grund dürfte die geringere Nachfrage aus der Biodieselindustrie sein, denn das Kaufinteresse für Rapsmethylester soll sich nach Angaben von Marktbeteiligten abgekühlt haben. Der Markt sei heiß gelaufen und die Forderungen für Biodiesel mittlerweile so hoch, dass sich die meisten Käufer zurückhalten und auf Preisnachlässe warten – spätestens, wenn die Pegelstände der Flüsse wieder steigen, könnte dies eintreffen. Auch die Sojaölpreise tendieren auf Wochensicht schwächer, die Forderungen wurden um 10 auf 640 EUR/t fob Hamburg gekürzt. Dabei machen sich vor allem der schwächere US-Terminmarkt bemerkbar. Angeführt von der Bohne hat auch Sojaöl an der Chicagoer Börse an Wert verloren – seit nunmehr 5 Handelstagen sind die Notierungen rückläufig und schlossen zuletzt 4,3 % unter Vorwochenlinie. Diesem Abwärtstrend kann sich Sojaöl am hiesigen Kassamarkt nicht entziehen.

    © AMI GmbH 2018

    Dateigröße: 89 KDatum: 31.10.2018

  • Marktbericht KW 43 / 2018


    Die Rapsterminkurse in Paris zeigen sich derzeit unentschlossen, richtungsweisende Impulse fehlen. Zuletzt notierte der Fronttermin bei 371,75 EUR/t und damit nur knapp über Vorwochenlinie. Dem deutschen Rapskassamarkt gibt die Kursentwicklung in Paris damit keine neuen Impulse. Doch auch sonst geht es ruhig zu, umgesetzt wird nur wenig. Nach wie vor sind die Pegelstände niedrig und die Rapslieferungen über den Wasserweg entsprechend eingeschränkt. LKW-Raum ist indes knapp und teuer. Die Frachtkosten haben sich wohl verdrei- oder sogar vervierfacht, das lähmt die Umsätze am Kassamarkt. Die meisten Käufer warten ab und hoffen auf eine spürbare Entspannung der Situation ab Mitte November. Gleichzeitig herrscht auf der Angebotsseite aber auch kein Verkaufsdruck, denn es wurden bereits einige Kontrakte geschlossen, sodass nun keine Eile besteht. Die Ölmühlen in Deutschland sind bis Jahresende gedeckt und auch für das erste Quartal 2019 ist die Versorgung bei den meisten schon recht gut. Große Lücken gibt es aber noch im zweiten Quartal 2019. Wie üblich spekulieren Abgeber hier noch auf deutliche Preissteigerungen.

    Die Lage am Sojaschrotmarkt in Deutschland ist seit Wochen im Prinzip unverändert. Ohne orientieren sich die Preise fast ausschließlich an den Vorgaben aus Chicago. Aus der Mischfutterindustrie kamen zuletzt keine entscheidenden Impulse. Gekauft wird lediglich von der Hand in den Mund, also nur kleine Mengen für den vorderen Bedarf. Marktteilnehmern zufolge ist das nun schon seit Monaten die Situation am Markt. Viele Käufer dürften sich derzeit vor allem aus bereits langfristig abgesichert und müssen nun erst einmal nichts mehr zukaufen oder aber sie warten auf Preisnachlässe. Die Rapsschrotpreise in Deutschland tendieren ebenfalls schwächer. Zuletzt wurden 235 EUR/t im Bundesdurchschnitt genannt, was einem Rückgang von 7 EUR/t zur Vorwoche entspricht. Ein Stück weit orientiert sich Rapsschrot am Preisverlauf für Sojaschrot, unentschlossen Rapsterminkurse liefern ebenfalls keine Unterstützung.

    Die Rapsölpreise tendieren wieder fester. Mit 765 EUR/t fob Hamburg wurden zuletzt wieder 5 EUR/t mehr gefordert als eine Woche zuvor und damit wieder so viel wie vor zwei Wochen. Nach wie vor profitieren die Rapsölpreise von der regen Biodieselnachfrage. Auch wenn die Umsätze zuletzt ins Stocken gerieten, ist das Kaufinteresse der Beimischer für winterfesten Biodiesel (Rapsmethylester) ungebrochen, sodass stetig kleinere Mengen geordert werden und es dürften bis Jahresende noch so einige Lücken zu füllen sein. Von der stetigen bis regen Biodieselnachfrage profitiert auch das Rapsöl, das als Rohstoff für die Herstellung von Rapsmethylester eingesetzt wird. Auf der Angebotsseite sind es nach wie vor die niedrigen Pegelstände auf den Wasserwegen, die den Transport einschränken bis teilweise unmöglich machen. Raps und Nachprodukte können häufig nicht über die Flüsse geliefert werden, aber für den Transport per LKW werden teils hohe Frachtkosten erhoben, zumal entsprechende Transportkapazitäten mittlerweile sehr begrenzt sein sollen. All das bringt dem Rohstoff Raps und den Nachprodukten Schrot und Öl preisliche Unterstützung. Während Rapsöl wieder fester tendiert, sind die Sojaölpreise unter Druck geraten. Auf Wochensicht hat Sojaöl 15 EUR/t an Wert verloren, zuletzt wurde ein Großhandelspreis fob Hamburg von 650 EUR/t festgestellt.

    Dateigröße: 87 KDatum: 25.10.2018